Frielinghausen


Höfe im oberen Tal der Henne

Im Tal der oberen kleineren Henne, nicht weit von der Bödefelder Grenze, liegt dieser Einzelhof. Noch vor 350 Jahren gab es dort eine Siedlung, die bis zum 30-jährigen Krieg aus drei Höfen bestand, die ursprünglich als Unterhöfe des Schultenhofes Köttinghausen der ausgedehnten Grundherrschaft des Stiftes Meschede angehörten.

Da später die Herren von Meschede zu Alme vom Stiftspropst mit Köttinghausen und den zugehörigen 35 Unterhöfen belehnt waren, finden wir diese auch als Grundherren der Höfe zu Frielinghausen. Es ist bekannt, dass die Kolonen [Pächter] der Herren von Meschede in einer starken persönlichen Unfreiheit gehalten wurden, wie es sonst im Sauerland kaum gebräuchlich war.

Schulte zu Frielinghausen

In den Arnsberger Lagerbüchern von 1599 wird Johann Schulte als Eigenhöriger derer von Meschede zu Alme und Kolon dieses Hofes genannt. Die Hofgebäude lagen wohl oberhalb des jetzigen Gutes, wie heute noch aus Flurbezeichnungen hervorgeht; sie waren aber nach dem Register von 1669 alle im 30jährigen Krieg abgebrannt und wurden nicht wieder aufgebaut.

1669 zählte Jost Nieder, der damals dieses wüste Schulten Gut neben seinem Niederhof nutzte, auf, was an Gärten, Wiesen und Feldern zu diesem Hof gehörte. Außerdem sind die Abgaben und Leistungen an den Landesherrn, das Stift Meschede, die Herren zu Alme und die Kirche zu Remblinghausen verzeichnet. Seit dieser Zeit ist also der Schultenhof mit dem Niederhof vereinigt und hat damit aufgehört, als selbständiger Hof zu bestehen.


Middel zu Frielinghausen

Der Hof hatte den kleinsten Umfang von den drei Höfen in Frielinghausen und lag unweit des jetzigen Gutes oberhalb der Straße. 1599 wird Adam der Middel als Mescheder Eigenhöriger und Pächter des Hofes angegeben. Eine Aufstellung der Gärten, Wiesen und Felder gibt 1669 Hans Middeler, der damals den Hof bebaute. 1685 leben auf dem Hof Middelen Johann, dessen Frau, ein alter Vater sowie Knecht und Magd. 1717 Johann Jost Middel mit Angehörigen und Gesinde. Das 19. Jahrhundert brachte wohl die Befreiung aus der persönlichen und grundherrlichen Abhängigkeit, aber vielleicht wirkte sich gerade diese Freiheit auf den Hof verhängnisvoll aus. Bald ging er in andere Hände über und wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Niederhof vereinigt, der nunmehr die ganze alte Siedlung Frielinghausen umfaßte.