der Ortsteil Drasenbeck ...


allgemeine Infos ...

Dieses Dorf ist vor allem bekannt durch seinen Schultenhof, einen der Oberhöfe des Stiftes Meschede, zu dem eine ganze Anzahl kleinerer Güter gehörte.

Von den drei übrigen Drasenbecker Höfen war einer ein Unterhof vom Schultenhof, während die beiden anderen zum Verband der 35 Köttighauser Unterhöfe zu zählen sind.

 

Sträter zu Drasenbeck

1599 lebt Johann auf der Straße als Kötter und Höveling des Schulten zu Drasenbeck auf diesem Hof. Nach dem 30-jährigen Krieg ist derselbe wüst, aber 1664 besteht dort wieder ein Gebäude, während 1685 Thönnis boven der Straßen und 1717 Hermann Sträter, ein Kötter und Branntweinbrenner, verzeichnet werden. Nach 1800 ist der Schulte zu Drasenbeck Besitzer des wüsten Sträters Hofes, der dann in dem großen Schultenhof völlig aufgegangen ist. Die Lage der alten Gebäude lässt sich mit Hilfe der Flurbezeichnungen wohl noch leicht festlegen.

 

Jacobs (Jobs) zu Drasenbeck ...

Der Hof gehörte in den großen Schultenhof zu Köttinghausen und daher später zur Grundherrschaft derer von Meschede zu Alme. 1599 ist Jacobs Thönnis, ein Eigenhöriger der Erben von Meschede, Pächter des Hofes. 1664 Jacobs Jorgen, 1685 und 1717 Jost under der Straßen als Bewohner des Hauses genannt. 1669 lässt Jorgen zu Drasenbeck unter der Straße die zum Hofe gehörigen Gärten, Wiesen und Länder aufzeichnen. Auch dieses Register verdient wegen der vielen heute noch geläufigen Flurbezeichnungen besondere Beachtung. Der Hof bestand noch bis ins 19. Jahrhundert, ging dann aber wirtschaftlich zurück und wurde später mit dem Schultenof vereinigt. Die Hofgebäude, deren Lage zwischen Straße und Bach noch bekannt ist, wurden damals abgebrochen.

 

 

Der Schmiedehammer zu Drasenbeck

Oberhalb der Straßenbrücke über die Henne erkennt man noch im Gelände die Spuren dieses einstigen Gewerbebetriebes, der erst nach 1870 dort verschwunden ist. Nach einem Schatzregister von 1664 war der Schulte zu Horbach mit mehreren Teilhabern Besitzer des Hammers. 1717 hat Johann Schulte zu Drasenbeck den vierten Teil des Hammers, und 1764 gehört derselbe dem Schulte zu Drasenbeck und Kotthoff zu Remblinghausen. Die Entwicklung der Industrie versetzte diesem Kleingewerbebetrieb den Todesstoß.

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