Baldeborn, das Rittergut nordöstlich von Remblinghausen


Dieser etwa 470 Morgen große Bauernhof nordöstlich vom Kirchdorf Remblinghausen ist ein alter Rittersitz und gehörte zu den landtagsfähigen Gütern des Herzogtums Westfalen.

Die alten Bezeichnungen schwanken zwischen Balmern, Balbern und Baldeborn. Über das Gut liegen nur wenige Nachrichten aus älterer Zeit vor. Die Ritterfamilie von Baldeborn wurde schon um 1370 durch die Wesseler abgelöst. 1443 verkaufte Henneke Wesseler, genannt von Baldenborn, und sein Sohn Hermann eine große Wiese an Stratmann zu Löllinghausen. Später sitzen auf dem Gut die von Ostendorf, 1516 der "feste" Arndt von Ostendrop, 1539, 1566 Johann von Ostendorf zu Balmeren, 1580 Dietherich von Ostendorf, der auch mit einer Hufe zu Bernswich (Bestwig) belehnt wurde. Die beiden letzteren sind im Westfälischen Rittergut von 1566 bzw. in der Matrikel der kölnischen Ritterschaft von 1584 verzeichnet.

Nach 1600 finden wir Herbold von Lohn als Herrn von Baldeborn. Er verkaufte 1610 den Brand-Hof in Schüren. 1669 folgen durch Einheirat die Gaugreben zu Valme und gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam das Rittergut an eine Linie derer von Gaugreben in Bruchhausen, Kreis Brilon.

Da Baldeborn vor 1830 an Stratmann von Löllinghausen verkauft wurde, ist auch dieser Rittersitz wieder ein Bauernhof geworden.

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