Geschichte der Orgel


Orgel

Die Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Ev. im Laufe der Geschichte.

1655 Erste Erwähnung einer Orgel in der Pfarrkirche
1765/66 erfolgte unter Pastor Schulte ein Neubau der Orgel - vermutlich durch Johann Georg Fromme aus Soest. Das Gehäuse (den Prospekt) fertigte Heinrich Martini aus Meschede an. Die Orgelbühne errichtete und erweiterte Everhard Sasse aus Eversberg. Die Orgel stand als kompaktes Werk in der Mittelachse derOrgelbühne.
1799 erfolgte eine größere Reparatur der Orgel (laut Stadtrechnung)
1823 Reparatur und Erweiterungsplan durch den Orgelbauer Isvording
1856 Umbau durch den Orgelbauer Rieschick aus Brilon
1910 erfolgten unter Pastor Dr. Funke durch die Firma Eggert aus Paderborn ein völliger Umbau der Orgel und des Prospektes und die Aufstellung eines neuen Spieltisches für elektrischen Betrieb. Seitdem ersetzt die elektrische Kraft das "Blasebalgtreten". 
Das ursprünglich in der Mitte stehende Orgelgehäuse wurde geteilt und auf beide Emporenseiten gesetzt. Durch Hinzufügung eines zweiten 8'-Turmes entstand eine symmetrische Anlage.
1957 Der Orgelprospekt und die Brüstung, bisher in Eiche-natur belassen, wurden bei der Ausmalung der Kirche grau/weiß mit kleinen Goldverzierungen gefasst (Pastor Fischer).
1965/66 Renovierung der Orgel und Aufstellung eines neuen Spieltisches durch die Firma Eduard Wagenbach aus Limburg an der Lahn. Die Orgel zählte mit 20 Registern 1321 klingende Pfeifen. Einweihungsfeier am 31.7.1966 (Pastor Ottersbach).
1987 beschließt der Kirchenvorstand, die störanfällige Orgel durch die Firma Orgelbau Siegfried Sauer aus Ottbergen vollständig renovieren zu lassen (Pastor Rustemeyer). Sicherung (d.h. Abtransport) der Orgel und des Prospektes nach Ottbergen.
Die Firma Sauer stellt für die Dauer der Renovierung eine kleine elektrische Orgel kostenlos zur Verfügung.
1989/90 Stilgerechte farbliche Neufassung der Emporenbrüstung. Aufstellung des ausgebesserten und ergänzten Prospektes und Gehäuses. Barockfassung des Prospektes. Einbau des Orgelwerkes (Schleifladen, 25 Register mit 1638 klingenden Pfeifen), Aufstellung des neuen Spieltisches mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur, Intonation der Orgel.
1990 Ende August Übergabe und Abnahme der fertigen Orgel. Einweihungsfeier am 2. September 1990 (Pastor Sczyrba).

Einweihungskonzert: KMD Prof. Hatto Ständer, Paderborn

Foto Orgelspieltisch

Disposition der Orgel

Hauptwerk C - g'" 
1. Pommer 16'                              
2. Prinzipal 8'                               
3. Spillflöte 8'                                     
4. Oktave 4'                                   
5. Spitzflöte 4'                               
6. Quinte 22/3'                               
7. Oktave 2'                                    
8. Mixtur 4-5f. 2'                             
9. Trompete 8' 
Tremulant 

Schwellwerk C - g'"   
10. Bleigedackt 8'
11. Gamba 8'
12. Prinzipal 4'
13. Traversflöte 4'  
14. Nasat 2 2/3'
15. Schwiegel 2'
16. Terz 1 3/5'
17. Sifflet 1' 
18. Scharff 3-4f. 1'
19. Regal 8'
20. Hautbois 8'
Tremulant

Pedalwerk C – f'
21. Subbass 16' 
22. Oktavbass 8'
23. Gedacktbaß 8'
24. Choralbaß 4'
25. Posaune 16'

System: Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur

Spielhilfen: 64 Setzerkombinationen als Züge mit freistehendem Spieltisch

Disposition: Prof. Dr. K. J. Schmitz Ulrich Hengesbach Siegfried Sauer Anzahl der Pfeifen: 1.638 Stück

Intonation: Thomas Wiggering in Fa. Sauer

Farbliche Fassung des Gehäuses: Fa. Ochsenfarth, Paderbom.

Der Bau der Orgel einschI. der Restaurationsarbeiten und Ergänzungsmaßnahmen am historischen Gehäuse wurden durch die Fa. Siegfried Sauer, Höxter-Ottbergen durchgeführt