Calle und Wallen


Aus der Zeit Karls des Großen (um 800) stammt die reichsunmittelbare Gaugrafschaft, die sich aus dem Kirchspiel Calle, dem Kirchspiel Hellefeld und der Freiheit Freienohl zusammensetzt.

Erstmalig erwähnt werden Kirche und Dorf Calle in der Urkunde vom 18. Juli 1042, mit der der Kölner Erzbischof Herrmann II die Kirche in Calle mitsamt acht Höfen und dem Zehnten im Wert von 15 Schilling dem adeligen Damenstift in Meschede übergibt.

In jenem 11. Jahrhundert ist Calle schon ein bedeutender Zentralort mit Wallen, Berge, Olpe, Wennemen, Stockhausen, Stesse, Mülsborn, Schüren, Bockum, Giesmecke und Freienohl, das gegen 1380 abgepfarrt wurde.

Der Mittelpunkt des Ortsteils ist die St.-Severinus-Pfarrkirche. Außerhalb von Calle gibt es daneben noch 10 Kapellen.

 

Die Einwohner leben bis zum 17. Jahrhundert ausschließlich von der Landwirtschaft.

In der Chronik der Pfarrgemeinde ist festgehalten, daß bis zum 2. Weltkrieg und auch noch darüber hinaus das Wirtschaftsleben vorwiegend durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt ist; doch beeinflußt die Industrialisierung auch die Lage der Landbevölkerung.

1975 wird Calle Stadtteil von Meschede.