Mescheder Stadtgespräche

- Ein Mehrgenerationenhaus.
- Eine Ehrenamtsbörse.
- Möglichkeiten zum barrierefreien Einkauf.
Vernetzung von Vereinen und Initiativen - gute Ideen gab es reichlich beim Auftakt der "Mescheder Stadtgespräche". Thema der Zusammenkunft, zu der rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Stadthalle gekommen waren: Perspektiven, um Meschede als familienfreundliche Stadt weiterzuentwickeln.
Das persönliche Lebensumfeld gestalten
Dazu seien die Bürgerinnen und Bürger selbst die eigentlichen "Experten", unterstrich Bürgermeister Uli Hess - schließlich gehe es darum, das persönliche Lebensumfeld zu gestalten. "Wir werden weniger, wir werden älter, wir werden bunter" - der demographische Wandel sei immer stärker zu einer Herausforderung geworden, so Uli Hess: "Deshalb müssen wir in diese Thematik eingreifen - je eher, desto besser." Angesichts knapper finanzieller Mittel könne man Akzente aber nur gezielt setzen: "Deshalb ist es wichtig zu wissen, welchen Themen wir uns in den nächsten zehn bis 15 Jahren widmen müssen. Das wollen wir gemeinsam mit der Bürgerschaft erarbeiten."
Zusammenarbeit effektiver gestalten
Das Bündnis für Familie habe hier im Jahr 2004 wichtige Akzente gesetzt, erläuterte Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Generationen, Freizeit. Nun gehe es darum, die Zusammenarbeit noch effektiver zu gestalten und verstärkt auf konkrete Projekte auszurichten. "Hier sollen Ergebnisse erzielt werden. Und zwar Ihre Ergebnisse", brachte es Moderatorin Christine Sendes von der ZWAR-Zentralstelle NRW auf den Punkt. ZWAR - das steht für "Zwischen Arbeit und Ruhestand": Das Netzwerk mit Sitz in Dortmund bündelt jede Menge Expertenwissen zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement.
"Den Wegzug Jugendlicher verhindern"
"Was ist nötig, um das Miteinander attraktiver zu gestalten?" - Dieser Frage von Christine Sendes stellten sich die engagierten Bürgerinnen und Bürger in drei Themenwerkstätten. Durchweg positiv bewertet wurden dabei die Ergebnisse des bisherigen Bündnisses für Familie - wie etwa die Familienatlanten, die Ausbildungspatenschaften oder die Stadtpläne für Kinder und Senioren. Allerdings: Dass Bevölkerungsgruppen wie junge Menschen oder Migranten beim "Stadtgespräche"-Auftakt fast völlig fehlten, machte ebenso deutlich, wo noch eine Herausforderung liegt. "Den Wegzug Jugendlicher verhindern" war denn auch ein Eintrag in der Rubrik "Was mir unter den Nägeln brennt". "Stärkere Einbindung der Studierenden in die Stadt", "Ansprache von Jugendlichen", aber auch flexiblere Betreuungszeiten wurden zudem als wichtige Handlungsfelder für die Zukunft - mit Blick auf Jugendliche und junge Familien - genannt. "Neue Wohnformen für ältere Menschen" und "generationengerechtes Einkaufen" waren ebenfalls Wünsche der Teilnehmer. Ebenso zentraler wie einhelliger Wunsch: Mehr Vernetzung schaffen. "Teamarbeit statt Konkurrenz", brachte es ein Bürger auf den Punkt. Und zum Netzwerk gehören viele "Maschen": "Wir müssen noch mehr ,Köpfe‘ zum Mitmachen gewinnen", forderte eine Teilnehmerin.
Nächster Termin: 28. November
Gelegenheit dazu gibt es am Montag, 28. November. Dann findet in der Stadthalle das nächste "Stadtgespräch" statt, in dem aus der Ideensammlung Prioritäten entwickelt werden sollen. "Wenn wir unser Gemeinwesen weiterentwickeln wollen, müssen wir zu neuen und anderen Formen kommen", so Bürgermeister Uli Hess. "Und darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen", ergänzt Christine Sendes. Die Stadt Meschede lädt schon jetzt alle Interessierten zur nächsten "Stadtgespräch"-Runde ein.
